Vorwort
Akkreditiert im Rahmen der WeiterBildungsAkademie Österreich mit 16 ECTS
Laut WHO sind Stress und Folgeerkrankungen die größte Gesundheitsgefahr des 21. Jahrhunderts. Immer mehr Menschen fühlen sich ausgebrannt und erschöpft; ihr Leben ist von Stress geprägt und außer Balance geraten. Umso bedeutender wird die Fähigkeit, eine nachhaltige Balance aller Lebensbereiche zu schaffen und aufrechtzuerhalten. Es sind daher ExpertInnen in Sachen Burnout- und Stressprävention gefragt, die Menschen und Unternehmen beraten, mit diesen weitreichenden Folgen umzugehen bzw. vorbeugend zu wirken.
Ziel
In dieser Diplomausbildung lernen Sie die Möglichkeiten und Methoden kennen, um andere Menschen in Bezug auf Stressprävention, Umgang mit und Lösung von Stresssituationen, Erkennen von Stressursachen und Umgang mit kritischen, Stress auslösenden Lebenssituationen zu coachen und zu begleiten.
Nach Abschluss des Lehrganges können Sie in den verschiedensten Bereichen arbeiten (bezüglich der Tätigkeitsbereiche und gewerberechtlichen Bestimmungen beraten wir Sie gerne bei der Informationsveranstaltung), Unternehmen bei der Einführung von gesundheitsfördernden und präventiven Maßnahmen zur Stressminderung und Reduktion von Arbeitsausfallszeiten coachen bzw. Präventionskonzepte in Unternehmen entwickeln. Sie sind in der Lage, Gesundheitsmanagementprojekte zu konzipieren, implementieren und evaluieren. Sie spezialisieren sich als Experte/in für Stress und Burnout, um Seminare und Vorträge zu diesen spannenden Themen zu halten.
Neben all den Methoden, die Sie lernen, werfen Sie aber auch einen Blick auf Ihre eigenen Muster und Strategien und entwickeln für sich selbst Konzepte, um mit dem Problem Stress umzugehen und damit nachhaltig psychischen und körperlichen Krankheiten vorbeugen zu können. Auf diesem Weg setzen Sie sich intensiv mit der eigenen Person und den individuellen Prioritäten auseinander.
Inhalt
Präsenzphase
Modul 1: Einstieg und Grundlagen/Lebensvision (17 UE)
Das Thema Stress und Burnout ist ein sehr komplexes. Mittlerweile gibt es bereits mehrere Studien dazu, die allesamt zu derselben Erkenntnis führen: Stress und die daraus resultierenden Folgeerscheinungen zählen zur größten Gesundheitsgefahr des 21. Jahrhunderts.
In diesem einführenden Modul erhalten Sie fundiertes Hintergrundwissen rund um das Thema Burnout und Stress und über Möglichkeiten und Ansätze der Prävention.
- Einführung in die Grundlagen der Stress- und Burnout-Thematik
- Faktoren, Ursachen, Wirkung von Stress und Burnout
- Fakten, Zahlen und Statistiken - der ökonomische Faktor
- Ansätze der Burnout-Prävention
- Instrumentarien zur Klärung der Burnout-Gefährdung
Modul 2: Beratungskompetenz (17 UE)
Für die Begleitung von Menschen durch (Veränderungs-)Prozesse bedarf es umfassender Kompetenz in der Führung und Steuerung von Gesprächen. Dieses Modul widmet sich der Vermittlung von Beratungskompetenz.
- Grundlagen der Kommunikation und Gesprächsführung
- Ablauf und Phasen von Beratungsgesprächen (roter Faden)
- Fragetechniken (systemische Fragen, lösungs- und zielorientierte Fragen)
- Gesprächstechniken
- Erstgespräch
- Reflexion der eigenen BeraterInnenrolle
Modul 3: Burnout und Persönlichkeit (17 UE)
Stress- und burnoutgefährdete Personen zeichnen sich gewöhnlich durch eine starke Leistungsbereitschaft bei gleichzeitiger Verdrängung eigener Bedürfnisse aus. Es besteht also ein Zusammenhang zwischen Burnout-Risiko und Persönlichkeit. Diese Thematik steht im Zentrum dieses Moduls. Es werden Stresstypen ebenso vorgestellt wie Möglichkeiten, aus den tückischen "Mehr-vom-selben-Verhaltensmustern" auszusteigen.
- Zusammenhang zwischen Persönlichkeit und Burnout-Risiko
- Persönliche Stabilität als Schlüsselfaktor für Lebensbalance und Leistungsfähigkeit
- Methoden zur Begleitung von KlientInnen in folgenden Themenstellungen: Stärkung von Selbstwert und Selbstbewusstsein, Erkennen und Analyse von Stressmustern und Stressverhalten, Klärung des individuellen Burnout-Risikos
Modul 4: Burnout und Emotionen (17 UE)
Dass Emotionen unsere Wahrnehmungen und somit auch unsere Alltagserfahrungen mitbestimmen, ist mittlerweile unbestritten. Dieses Modul beschäftigt sich mit der Entstehung von Emotionen und den Möglichkeiten, sie zu beeinflussen, um sie zielorientiert zum eigenen Vorteil einsetzen zu können.
- Eigenverantwortung als Basis für (innere) Veränderungen bei KlientInnen
- Methoden zur Begleitung von KlientInnen bei folgenden Themenstellungen: Erkennung und Veränderung innerer Einstellungen, Umgang mit und Auflösung negativer Gefühle, Bearbeitung innerer Konflikte, Veränderung innerer emotionaler Zustände
Modul 5: Burnout und Arbeitsplatz (17 UE)
Nicht nur im Zusammenhang mit Burnout ist es oft wichtig, bisherige Sichtweisen im beruflichen Kontext zu ändern, um zu einer neuen, erfüllenden Aufgabe zu finden.
In diesem Modul werden sowohl persönliche Ziele formuliert und Methoden zur Zielerreichung vorgestellt als auch Planungstechniken, die eine Umsetzung im Alltag möglich machen.
- Herstellen einer angemessenen Work-Life-Balance
- Methoden zur Begleitung von KlientInnen bei folgenden Themenstellungen: Optimierung des Zeit- und Selbstmanagements, Finden und Umsetzen einer individuell angemessenen Work-Life-Balance, Umgang mit Mobbing am Arbeitsplatz
Modul 6: Beziehungsmanagement (17 UE)
Burnout ist ein Syndrom, das häufig dort auftritt, wo sehr enge Beziehungen zu anderen Menschen stattfinden (z. B. LehrerInnen-, ÄrztInnenberuf ... ). Daher spielt auch die Entwicklung einer angemessenen Beziehungskompetenz bei der Prävention eine große Rolle. Dieses Modul stellt das Thema Beziehungen in den Mittelpunkt. Sie setzen sich mit Begriffen wie Rollenmuster, Sozialkapital und Beziehungsdynamik auseinander.
- Beziehungskompetenz als Schlüsselfaktor zur Burnout-Prävention
- "Sozial-Kapital" als Basis für soziale Beziehungen
- Methoden zur Begleitung von KlientInnen bei folgenden Themenstellungen: Aufdecken von Rollenmustern und Haltungen in Beziehungen, Sichtbarmachen des individuellen "Sozial-Kapitals", Erkennen und Lösen von hinderlichen Beziehungsdynamiken
Modul 7: Individuelles Präventionsmanagement (17 UE)
Gesund zu sein ist für die meisten Menschen Voraussetzung für Zufriedenheit oder gar Glück. Gesundheit gilt als höchstes Gut und wird doch oft erst dann bemerkt und für wichtig genommen, wenn sie sich abschwächt oder zu verschwinden droht. Dieses Modul befasst sich mit den wesentlichen Einflussfaktoren auf die Gesundheit.
- Gesundheitssystem in Österreich
- Stressfaktoren
- Methoden und Informationen zur Begleitung von KlientInnen bei folgenden Themenstellungen: Möglichkeiten der privaten Gesundheitsförderung, Psychohygiene, Entspannungstechniken
Modul 8: Betriebliches Gesundheitsmanagement (17 UE)
Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) umfasst mehr als nur Ernährung und Bewegung. Unter Betrieblichem Gesundheitsmanagement versteht Prof. Badura die Entwicklung betrieblicher Rahmenbedingungen, betrieblicher Strukturen und Prozesse, die die gesundheitsförderliche Gestaltung von Arbeit und Organisation und die Befähigung zum gesundheitsfördernden Verhalten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Ziel haben. Nutzen für die Unternehmen: Senken der Fluktuation, Steigern der Leistungsfähigkeit und Arbeitsbewältigungsfähigkeit
- Aktuelle gesundheitsrelevante Problemfelder in Unternehmen
- Nutzen und Wirkung eines BGM
- Prinzipien des BGM
- 3 Schritte in der Vorgangsweise: Analyse, Maßnahmen, Evaluierung
- Methoden und Instrumente
- Planung, Kommunikation und Pilotprojekte - Grobkonzeption Ihres Projektes
- Integration in die Strategien der Organisation und Personalentwicklung
- Best-Practice-Beispiele
Modul 9: Design und Implementierung betrieblicher Gesundheitsprojekte (17 UE)
In diesem Modul lernen Sie Rolle und Aufgaben des/der Projektleiters/in kennen. Professionelles Projektmanagement unterstützt die Implementierung des BGM. Sie arbeiten weiter an Ihrem Grobkonzept und erhalten durch dieses Modul weitere konkrete Vorgehensweisen für die Praxis, die Sie sofort umsetzen können.
- Rolle und Aufgaben der Projektleitung
- Grundlagen und Instrumente des Projektmanagements
- Angelpunkte der Projektplanung und -umsetzung
- Planung des eigenen Projektes
- Zielplanung und -kontrolle
- Fördermöglichkeiten
- Dokumentation und Controlling
- Kommunikation im Projekt
- Konflikte und Störungen erfolgreich bewältigen
Modul 10: Abschluss (17 UE)
In diesem Modul nehmen Sie den letzten Schritt, der Sie noch von Ihrem bfi-Diplom trennt, in Angriff. Sie bekommen die Möglichkeit, Ihre erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse vor der Gruppe zu demonstrieren und sich wertvolles Feedback Ihrer FachkollegInnen zu holen.
- Präsentation der Abschlussarbeit inkl. Fachgespräch
- Durchführung einer kurzen Sequenz eines Einzelgesprächs
- Transferüberlegungen
Die
Selbstlernphase besteht aus unterschiedlichen Aufgaben, die zwischen den Lehrgangsmodulen von den TeilnehmerInnen zu bearbeiten sind. Insbesondere sind dies:
- Peergruppentreffen: zu Reflexions- und Übungszwecken (5 Treffen)
- Übungsfallbearbeitung: Durchführung von mehreren fortlaufenden Einzelgesprächen (5 Sitzungen à 2 Stunden)
- Vorbereitungen und selbstständige inhaltliche Recherchen zu Themen mancher Lehrgangsmodule
- Übungsprotokolle zur Dokumentation von Selbsterfahrung und -reflexion (5 Protokolle), Führen eines Lehrgangstagebuchs
- Verfassen der Diplomarbeit
Ausbildungsleiterin:
Mag. [a] Angelika Kail, Dipl. Lebensberaterin, Coach
Dipl. Lebensberaterin, Coach, Trainerin und Sachbuchautorin, seit 7 Jahren selbstständig tätig als Trainerin in Bildungsinstitutionen und unternehmensintern sowie in der Begleitung von Gruppen und EinzelklientInnen in eigener Praxis, Schwerpunkte der Tätigkeit sind Burnout- und Stressprävention, Sinnfindung, Neuorientierung, Ressourcenentwicklung und Bewusstseinstraining; Gründungsmitglied des Vereins Dendros für Burnout- und Stressprävention
Trainerinnen:
Ingrid Weilinger, Diplomierte Lebensberaterin, NLP-Practitioner, selbstständige Trainerin und Lebensberaterin in eigener Praxis, Arbeitsschwerpunkte: Berufs- und Karriereberatung, Stressabbau und Burnoutprävention
Mag. [a] Pia Kasa, Unternehmensberaterin, Geschäftsführerin von wings4minds Kasa KG, Wirtschaftstrainerin, Coach, Kunsttherapeutin, Trainerin für Burnout-Prävention, Lektorin an der Donau Uni Krems, seit 2005 selbstständig als Beraterin für betriebliches Gesundheitsmanagement
Hannah Kovska, Dipl. Lebensberaterin, Dipl. systemischer Wirtschaftscoach, Trinergy-Practitioner, Reteaming-Coach, Trainerin für gewaltfreie Kommunikation, Mentalcoaching und EFT, Psychotherapeutisches Propädeutikum, selbstständiger Coach und Beraterin für Organisationen und Privatpersonen, Arbeitsschwerpunkte: Einzelcoaching von Führungskräften, Burnout- und Stressprävention; Führungskräfteentwicklung
Voraussetzungen
abgeschlossene bzw. fortgeschrittene Berufs- und/oder (Hoch-) Schulausbildung; persönliches Aufnahmegespräch
Zielgruppe
Personen aus beratenden Berufen, wie Lebens- und SozialberaterInnen, Coaches, TrainerInnen, PädagogInnen, Gesundheitsbeauftragte aus Unternehmen, PersonalentwicklerInnen, PersonalistInnen, BetriebsrätInnen und alle Interessierten
Abschluss
bfi-Diplom
Kursorte und -zeiten
-
| Seminarort |
Graz West |
| Datum |
18.11.2011 - 14.07.2012 - bereits begonnen |
| Zeit |
Fr, 14:00-20:30; Sa, 09:00-17:15 |
| Seminar-Nummer |
500237881 |
SeminarbetreuerIn |
Karrer Angelika |
| Preis |
€ 3.100,– |
| Verfügbarkeit |
Auf Anfrage |
| Wählen Sie aus: |
|
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| Seminarort |
Graz West |
| Datum |
21.09.2012 - 08.06.2013 |
| Zeit |
Fr, 14:00-20:30; Sa, 09:00-17:15 |
| Seminar-Nummer |
500238862 |
SeminarbetreuerIn |
Jauk Doris |
| Preis |
€ 3.100,– |
| Verfügbarkeit |
Plätze frei |
| Wählen Sie aus: |
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