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Check and Go

Für Unternehmen ist es äußerst schwierig, schon im vorhinein abzuklären, ob ihre gegebenen Rahmenbedingungen (Räumlichkeiten, Infrastruktur etc.) für eine bestimmte Person mit Behinderung passend (barrierefrei) sein werden oder nicht. Die Beeinträchtigungen von Menschen mit Behinderung sind verschieden und auch die individuellen Anforderungen an Barrierefreiheit – was für die eine Person kein Problem darstellt - ist für die andere ein unüberwindbares Hindernis.

Kein Unternehmen – so sehr es sich auch bemüht – kann vollkommen barrierefrei für Alle sein.
Abgesehen davon können Nicht-Betroffene im Normalfall nicht bis ins Detail wissen, was für eine bestimmte Person eine Barriere darstellt und was nicht. Deshalb ist schon vor Beginn von Vermittlungsaktivitäten ein erster Abklärungsprozess notwendig, in dem die Bedürfnisse und Notwendigkeiten der interessierten Person mit Beeinträchtigung möglichst einfach und effizient mit den Gegebenheiten und Rahmenbedingungen des Unternehmens abgeglichen werden können. So werden langwierige Befragungen und Nachforschungen oder unliebsame Überraschungen zum Arbeits- oder Praktikumsbeginn vermieden. Im Projekt wird ein einfach handhabbares Check-Tool – frei abrufbar im Internet – für diesen Abklärungsprozess entwickelt.

Zielgruppen:
Menschen mit Behinderungen (mit Lernschwierigkeiten, mit Sehbehinderungen und Blinde, mit Hörbehinderungen und Gehörlose, mit motorischen Beeinträchtigungen, mit psychischen Behinderungen), Unternehmen und andere Organisationen (KMU, Groß-Unternehmen, Soziale Organisationen), Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für Menschen mit Behinderungen (Berufsberatungs- und Berufseingliederungs-Organisationen).
 
Ziele/Produkte:
Folgende drei Tools werden im Rahmen des Projekts entwickelt: Das
„check an go-Tool“ unterstützt Bewerberinnen und Bewerber dabei, ein individuelles Anforderungs- und Zugänglichkeitsprofil zu erstellen. So wird genau erfasst, welche Arten von Barrieren, etwa hinsichtlich Mobilität (Rollstuhl) oder Orientierung (Sehbehinderung) für die Betreffenden überhaupt bestehen. Das „Qualifizierung-Tool“ für Menschen mit Behinderung bietet in Form einer Schulung Hilfe bei der Verbesserung von beruflich relevanten Qualifikationen und Soft Skills. Dazu zählen etwa das angemessene Kommunizieren der eigenen Bedürfnisse und Anforderungen, das richtige Verhalten in Bewerbungssituationen, aber auch der richtige Umgang in kritischen Arbeitssituationen. Das „Beratungs-Tool“ schließlich soll die Unternehmen fit für Bewerberinnen und Bewerber mit Behinderung machen. Dabei können die eigenen Qualitätsstandards in puncto Barrierefreiheit überprüft und allfällige Barrieren selbst beseitigt werden. Somit sind Unternehmen auch in der Lage, einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz selbstständig an die Bedürfnisse der Bewerberinnen und Bewerber anzupassen.
 
 

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